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Heiliger Geist – Die Bibelchecker
Schlagwort: Heiliger Geist

Die Sünde wider den Heiligen Geist

Kann man als Christ so schlimm sündigen, das Gott einen verstößt? Die Antwort auf diese heiße Frage gibt es im Video

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Das Evangelium ist für alle da – Pfingsten bei Kornelius

In der Anfangszeit des Christentums wurde stark unterschieden zwischen den „Judenchristen“ und den „Heidenchristen“. Die ersten Nachfolger Jesu waren Juden gewesen, die sich auch an die jüdischen Gebote gehalten haben. Auf der anderen Seite kommen auch nichtjüdische Menschen (also „Heiden“) zum Glauben, was manchmal zu Konflikten führt.

Im 10. Kapitel der Apostelgeschichte wird berichtet, wie Petrus den römischen Hauptmann Kornelius trifft. Petrus geht zu ihm, obwohl ihm das nach den Reinheitsgeboten nicht erlaubt ist, er setzt sich also über diese für Juden sehr wichtigen Gebote hinweg um Kornelius etwas von Jesus erzählen zu können. Dort geschieht dann fast ein zweites Pfingsten, denn der Geist Gottes kommt in das Haus und erfüllt alle, die dort sind.

  • Lies Apostelgeschichte 10. Wie hat sich Petrus wohl nach seinem Traum gefühlt?
  • Hast du manchmal auch das Gefühl, dass du etwas machen solltest, obwohl andere das für falsch halten könnten?

Der Besuch bei Kornelius hat für Petrus unangenehme Folgen. In Apostelgeschichte 11,1-18 muss sich Petrus vor seiner judenchristlichen Gemeinde rechfertigen. Er erzählt die ganze Geschichte nochmals um klar zu machen, dass er dabei Gottes Auftrag gefolgt ist. Der Konflikt, wie bei den Christen mit den Geboten des Alten Testaments umgegangen werden soll, ist damit aber nicht erledigt. Es gibt immer wieder Streit deswegen, auch Paulus passiert das später noch (siehe dazu auch Apostelgeschichte 15, das Apostelkonzil).

  • Versuch Dich in die Christen zu versetzen, die damals die jüdischen Gebote streng eingehalten haben. Wie haben sie über den Besuch des Petrus bei Kornelius gedacht?
  • Kannst du Dir vorstellen, dass es heute noch ähnliche Situationen und ähnliche Konflikte geben kann?

Ich finde es sehr stark von Petrus, dass er damals den Weg zu Kornelius gewagt hat. Er hat damit das Pfingsterlebnis aus Apostelgeschichte 2 nochmal in einen viel größeren Kontext gesetzt. Alle sollen die gute Nachricht hören. Und Gottes Geist kann auch dort wehen, wo wir nicht damit rechnen.

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Den Glauben weitergeben – unterwegs mit Philippus

Wann habt ihr das letzte Mal mit einem völlig Fremden über euren Glauben gesprochen? In der Erzählung von Philippus und dem Kämmerer aus Äthiopien geht es genau darum. In Apostelgeschichte 8,26-40 können wir lesen, wie es dazu kam.

  • Lies die Erzählung vom Kämmerer aus Äthiopien. Was fällt dir auf?

Ich muss sagen, dass dieser Text zu meinen Lieblingserzählungen in der Bibel gehört. Und das hat zwei einfache Gründe.

Erstens lässt sich Philippus von Gott leiten. Er steht nicht auf und sagt sich: „Heute missioniere ich mal einen Afrikaner!“. Nein, er lässt sich von Gott erst in die Wüste senden und dann hin zum Wagen des Kämmerers. Das zeigt, dass das Reden über den Glauben keinen festen Ort hat. Es kann immer und überall geschehen, dass wir plötzlich die Chance bekommen, mit einem Menschen über Gott und den Glauben zu sprechen, sogar mit ganz fremden. Wobei es dabei natürlich eine Einschränkung gibt: Der Kämmerer wollte ja etwas über die Gott wissen, er hat die Bibel gelesen. Philippus hat diese Offenheit für das Evangelium gemerkt und dann das Gespräch darüber begonnen.

  • Hast Du Dich schon vom Geist Gottes lenken lassen?
  • Gibt es etwas, was dich hindert, auf Menschen zuzugehen und über den Glauben zu sprechen?

Der zweite Grund, warum ich die Erzählung so gut finde, hängt damit zusammen, wie Philippus das Gespräch über den Glauben führt. Er steigt nämlich auf den Wagen des Kämmerers. Das finde ich ein total starkes Bild. Denn er hätte ja auch sagen können: „Wenn du etwas über den Glauben wissen willst, komm doch morgen in mein Büro!“ Stattdessen steigt er zum Äthiopier auf die Kutsche und taucht damit auch ein Stück in seine Welt ein. Im Wagen erzählt er ihm von Jesus, von der Bedeutung, die der Sohn Gottes für ihn und für alle Menschen hat. Und auf diesem Weg erreicht die frohe Botschaft das Herz des Kämmerers und der möchte auch zu Jesus gehören und lässt sich taufen.

  • Was könnte es im heutigen Kontext bedeuten, „auf den Wagen zu steigen“?
  • Kennst du Situationen, wo Christen heute davor zurückschrecken, sich mit bestimmten Menschen oder Kontexten auseinanderzusetzen? Woran liegt das?

Am Ende der Erzählung nimmt der Geist Philippus wieder weg. Seine Zeit mit dem Äthiopier ist vorbei. Aber der ist trotzdem nicht traurig, sondern fröhlich, weil er Gottes Wirken in seinem Leben gespürt hat. Ich wünsche uns, dass uns das auch immer wieder passiert. Dass wir nach einem Gespräch über den Glauben fröhlich sind, weil wir etwas davon gemerkt haben, wie Gott wirkt – in uns und in anderen.

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Das Wunder von Pfingsten

Ich lad‘ dich zunächst ein, das zweite Kapitel der Apostelgeschichte zu lesen. Folgende Punkte können dir beim Lesen eine Hilfe sein:

  • Versuche dir in Stichpunkten aufzuschreiben, was in diesem Kapitel alles erzählt wird.
  • Notiere dir die Dinge, die du gut findest aber auch die Dinge, die du seltsam findest oder die dich stören.
  • Welche Fragen kommen dir?

Ganz ehrlich – das muss eine beeindruckende Szenerie gewesen sein in Jerusalem an Pfingsten – ein echtes Spektakel. Aber nicht auf das Spektakel kommt es an, sondern darauf, dass das Evangelium plötzlich auch für die verständlich erzählt wird, die es sonst nicht verstehen könnten. Der Geist Gottes bewirkt etwas, das bis dahin nicht möglich war. Damit fängt der Auftrag an, den Jesus seinen Jüngern gegeben hatte (Apg 1,8): Nämlich von der großen Taten Gottes reden.

Die Taten Gottes in unserem Leben
Wir können die großen Taten Gottes in unserem Leben immer wieder erleben. Ein alter Liederdichter hat einmal getextet: „In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel bereitet.“ Das meint nichts anderes als dass Gott auf dich acht gibt. Es gibt sehr viele Zusagen in der Bibel, die sich in unserem Leben erfüllen. Wir dürfen erleben, wie Gott sich um unsere Belange kümmert.

  • Wo in deinem Leben hast du schon große Taten Gottes erlebt?
  • Wo sehnst du dich nach diesem Eingreifen?

Die Predigt von Petrus
Petrus ergreift das Wort und hält eine provozierende Predigt. Eine Predigt, die trotz ihrer harschen Worte vielen durchs Herz geht, also etwas bewegt. Ich glaube, dass eine Predigt bis heute Menschenherzen berühren und verändern kann. So, dass Menschen beginnen, Gott zu vertrauen. ICh selber möchte das immer wieder für mein eigenes Leben erwarten und darum beten.

  • Erinnerst du dich an eine Predigt, die dir zu Herzen gegangen ist und etwas in deinem Leben verändert hat?
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