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Heiden – Die Bibelchecker
Schlagwort: Heiden

Galater 2,11-21: Was jetzt… Gesetz oder nicht???

Schon zur Zeit des Paulus gab es immer wieder Streitigkeiten darüber, was richtig ist und was nicht… Damals war eine elementare Frage, was ein Mensch, der zum Glauben an Jesus kommt, tun muss, um ganz dazu zu gehören. Es gab manche, die haben gesagt: Wenn ein Mensch wirklich ganz zu Gott gehören will, dann muss er bestimmte Bräuche oder Gepflogenheiten der Juden tun. Dazu gehörte bspw. die Beschneidung oder das Einhalten von Speisevorschriften. Das brachte die jungen Christen in Galatien durcheinander. Auf der einen Seite Paulus, der davon sprach, dass allein der Glaube an Jesus reicht. Auf der anderen Seite Menschen, die sagten: Glaube an Jesus plus z.B. Beschneidung.

Als Paulus jetzt mitbekommt, wie sich Petrus (in manchen Übersetzungen heißt er Kephas) in Antiochia verhält, muss er klarstellen, warum das Verhalten von Petrus dem Ziel, Menschen für Jesus zu gewinnen, nicht dienlich ist.

Lies Galater 2,11-21

Fragen:

  • Was verstehst du und an welcher Stelle bleibst du hängen?
  • Was stört Paulus am Verhalten von Petrus? Inwieweit ist das nachvollziehbar?
  • Welche Bedeutung hat deiner Ansicht nach das „Gesetz“ bei Paulus?
  • Wie empfindest du das Bild, dass ein Christ mit Christus gekreuzigt ist (V19f.)?

Ein Video, das kompakt erklärt, was es mit dem Gesetz auf sich hat, findest du hier.

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Mt 15,21-28: Die Frau, die nicht locker lässt

Jesus zieht sich ein bisschen zurück. Er hat große Wunder getan: Erst die „Speisung der 5000“ (Mt 14,13-21). Und dann ist er auch noch über den See Genezareth gelaufen und hat den sinkenden Petrus gerettet (Mt 14,22-33). Nach einer Diskussion mit den Pharisäern zieht sich Jesus zurück. Weg vom See Genezareth in die Gegend von Tyrus und Sidon. So wie es aussieht, sucht Jesus Ruhe. Aber selbst dort wird er aufgesucht – von einer Frau. Matthäus schreibt von einer „kanaanäischen Frau“.

Lies den Text Matthäus 15,21-28

  • Was bewegt dich an dem Text?

Die Frau war keine Jüdin und somit nicht Teil des von Gott erwählten Volkes. Also eigentlich hat sie mit Jesus erstmal nichts zu tun. Aber sie ruft Jesus an mit den Worten: »Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem bösen Dämon beherrscht!«

Bemerkenswerte Worte. Bemerkenswert, weil sie offensichtlich eine Ahnung davon hat, wer Jesus ist. Der Begriff „Sohn Davids“ ist eine Bezeichnung für den Messias, den Erlöser, auf den die Juden warteten. Vermutlich hat sie von Jesu Wundern gehört und für sich beschlossen: Wenn jemand so etwas tut, dann ist das der Messias.

Darum kommt sie zu Jesus. Weil sie glaubt, dass er ihre Tochter heilen kann. Und dann passiert etwas, was dir beim Lesen möglicherweise sauer aufgestoßen ist: Jesus tut… richtig… nix. Die Jünger stehen unruhig mit den Füßen trippelnd daneben und sind genervt von der Frau und fordern, dass Jesus sie wegschickt.

Jesu Antwort muss für die Jünger und vor allem für die Frau schroff gewesen sein. Eine echte Enttäuschung. Jesus selber hat seinen Auftrag im Blick: Den Juden das Heil bringen.

Ich finde es bemerkenswert, dass die Frau sich von Jesus nicht abschrecken lässt und dranbleibt, indem sie ihre Bitte wiederholt und bekräftigt.

Aber Jesus setzt einen drauf: Er vergleicht die Nichtjuden mit Hunden, während die Juden als Kinder bezeichnet werden. Er drückt damit erneut aus, dass er zunächst für das Volk Israel gekommen ist. An diese Aufgabe fühlt er sich gebunden. Doch die Frau bleibt in beeindruckender Weise dran und nimmt das Bild Jesu auf und erweitert es.

  • Versuche die Antwort der Frau in eigene Worte zu fassen

In den Sätzen der Frau kommt zu Ausdruck, dass das Himmelreich, das mit Jesus gekommen ist, die Gnade Gottes, so groß und so reichhaltig ist, dass selbst die Nichtjuden davon satt werden. Das ist das Starke an dem Bild, das die Frau gebraucht: Jeder – egal ob Kind oder Hund – wird satt.

Das beeindruckt Jesus. Nicht aus bloßem Mitleid sondern weil er in der Frau Glauben sah. Sie hat den Auftrag Jesu gesehen und respektiert. Seine Güte bleibt nicht hinter ihrem Glauben zurück. Die Frau hat wirklich an Jesus geglaubt. Adolf Schlatter sagt dazu: „Diese heidnische Frau hat ohne Unterricht, ohne Bild, ohne Theologie doch das Rätsel gelöst, an dem die Meister Israels zu Toren wurden. Es stand in der Bibel beides, sowohl, dass Gott Israel für sein Reich geschaffen habe, als dass von seiner Herrlichkeit die Erde voll werde. […] Diese Frau sah, wie sich Beides in Gottes Rat zusammenfügt. Seine Gnade ist so reich, dass er Israel seine Verheißung hält und die Heiden auch erlöst.“
(Quelle: Adolf Schlatter: Das Evangelium nach Matthäus, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1954, Seite 206)

  • Die Frau merkt: Bei Jesus lohnt es sich dranzubleiben. Wo hast du schon mal solch eine Erfahrung gemacht?
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Das Evangelium ist für alle da – Pfingsten bei Kornelius

In der Anfangszeit des Christentums wurde stark unterschieden zwischen den „Judenchristen“ und den „Heidenchristen“. Die ersten Nachfolger Jesu waren Juden gewesen, die sich auch an die jüdischen Gebote gehalten haben. Auf der anderen Seite kommen auch nichtjüdische Menschen (also „Heiden“) zum Glauben, was manchmal zu Konflikten führt.

Im 10. Kapitel der Apostelgeschichte wird berichtet, wie Petrus den römischen Hauptmann Kornelius trifft. Petrus geht zu ihm, obwohl ihm das nach den Reinheitsgeboten nicht erlaubt ist, er setzt sich also über diese für Juden sehr wichtigen Gebote hinweg um Kornelius etwas von Jesus erzählen zu können. Dort geschieht dann fast ein zweites Pfingsten, denn der Geist Gottes kommt in das Haus und erfüllt alle, die dort sind.

  • Lies Apostelgeschichte 10. Wie hat sich Petrus wohl nach seinem Traum gefühlt?
  • Hast du manchmal auch das Gefühl, dass du etwas machen solltest, obwohl andere das für falsch halten könnten?

Der Besuch bei Kornelius hat für Petrus unangenehme Folgen. In Apostelgeschichte 11,1-18 muss sich Petrus vor seiner judenchristlichen Gemeinde rechfertigen. Er erzählt die ganze Geschichte nochmals um klar zu machen, dass er dabei Gottes Auftrag gefolgt ist. Der Konflikt, wie bei den Christen mit den Geboten des Alten Testaments umgegangen werden soll, ist damit aber nicht erledigt. Es gibt immer wieder Streit deswegen, auch Paulus passiert das später noch (siehe dazu auch Apostelgeschichte 15, das Apostelkonzil).

  • Versuch Dich in die Christen zu versetzen, die damals die jüdischen Gebote streng eingehalten haben. Wie haben sie über den Besuch des Petrus bei Kornelius gedacht?
  • Kannst du Dir vorstellen, dass es heute noch ähnliche Situationen und ähnliche Konflikte geben kann?

Ich finde es sehr stark von Petrus, dass er damals den Weg zu Kornelius gewagt hat. Er hat damit das Pfingsterlebnis aus Apostelgeschichte 2 nochmal in einen viel größeren Kontext gesetzt. Alle sollen die gute Nachricht hören. Und Gottes Geist kann auch dort wehen, wo wir nicht damit rechnen.

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