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Gesetz – Die Bibelchecker
Schlagwort: Gesetz

Galater 5,13-26: Die Grundlage einer christlichen Lebensführung

In Kapitel 5 des Galaterbriefes geht es Paulus um die Unterscheidung zwischen einem Leben nach dem Gesetz (dafür steht die Beschneidung) und einem Leben aus der Gnade. In den Gemeinden von Galatien meinten einige, sie könnten allein durch die Beschneidung und die Einhaltung des Gesetzes vor Gott gerecht werden. Paulus hält dagegen. Er schreibt, dass für Christen Gottes Gnade und der Glaube an Jesus Christus vor Gott gerecht macht, der Glaube wiederum zeigt sich nicht in der strikten Einhaltung des Gesetzes sondern in der Liebe. Das ist die Freiheit, zu der uns Christus befreit hat.

Dann beschreibt er diese Freiheit und wie sie sich im Leben der Christen zeigen soll.

Paulus weist im Text auf etwas ganz wichtiges hin: Freiheit bedeutet nicht, dass alles erlaubt ist. Der Glaube an Jesus darf kein Vorwand werden, alles zu tun was wir wollen – nur weil Gott so gnädig ist. Vielmehr ist das eine zentrale Gebot das Gebot der Nächstenliebe. An diesem Gebot entscheidet sich alles. Daran können wir erkennen, ob jemand aus Gottes Geist handelt oder aus Selbstsucht (Paulus nennt das die „irdische Gesinnung“).

Um das zu erklären, bringt Paulus ein paar Beispiele. Er nennt viele Dinge, die schlecht sind: Unzucht, Götzendienst, Zauberei, Neid, Besäufnis, Streit, Lagerbildung, Eifersucht und vieles mehr.

  • Was haben in deinen Augen diese Beispiele aus Gal 5,19-21 gemeinsam?

Die Beispiele aus den sehr unterschiedlichen Lebensbereichen haben alle den eigenen Vorteil im Blick. Es geht bei allen diesen Dingen darum, für sich selbst einen Nutzen zu haben, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen – ohne Rücksicht auf die anderen. Selbst bei der Zauberei, mit der man damals entweder die eigene Zukunft erfahren wollte, oder anderen Menschen Schaden zufügen.

Dem entgegen steht ein Leben aus dem Geist Gottes. Ein Leben, das aus Nächstenliebe den anderen in den Blick nimmt. Frieden, Geduld, Güte, Großzügigkeit, Treue und Freundlichkeit – das alles hat positive Auswirkungen auf unsere Mitmenschen und dient nicht nur uns selbst. Für Paulus sind all diese Dinge Kennzeichen eines Lebens aus dem Glauben heraus. Es ist für Christen wichtig, alles zu tun, um die negativen Beispiele zu vermeiden und die positiven zu fördern. Dabei sollen wir jedoch nicht überheblich werden, wenn es anderen nicht gelingt (auch das wäre wieder ein negatives Beispiel). Und wir dürfen auf Gottes Gnade hoffen, wenn wir selbst es nicht immer schaffen, die irdische Gesinnung in uns zu unterdrücken.

  • Denk nach: Hat Paulus dich auch erwischt?
  • Was macht es dir schwer, die positiven Beispiele in deinem Leben umzusetzen? Was hilft?
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Galater 4,1-31: Das alte Muster

Kennst du das? Du hast es vielleicht geschafft, eine schlechte Eigenschaft an dir ganz grundlegend hinter dir zu lassen. Zum Beispiel das Lästern. Aber dann passiert es doch immer wieder, dass du über andere schlecht redest, obwohl du das eigentlich nicht machen wolltest oder es vielleicht in dem Moment ganz cool war. Dann sagt man dazu, dass man in ein altes Muster zurückgefallen ist. Eine alte Angewohnheit, auf die man gerne verzichtet hätte, wieder zu Tage kommt.

Genau das gleiche durchleidet Paulus mit den Galatern. Und schreibt – mal wieder leidenschaftlich – warum die Galater nicht in alte Muster zurückfallen sollen.

Lies Galater 4,1-31

Fragen zum Weiterdenken:

  • Was würdest du als „altes Muster“ bei den Galatern bezeichnen?
  • Wie beschreibt Paulus die Befreiung von den alten Mustern?
  • Was bewegt dich persönlich an dem Text?
  • Wie erlebst du das Thema „Befreiung“ im Glauben?
  • Kommt dir das Thema „In alte Muster verfallen“ im Blick auf den Glauben bekannt vor?
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Galater 2,11-21: Was jetzt… Gesetz oder nicht???

Schon zur Zeit des Paulus gab es immer wieder Streitigkeiten darüber, was richtig ist und was nicht… Damals war eine elementare Frage, was ein Mensch, der zum Glauben an Jesus kommt, tun muss, um ganz dazu zu gehören. Es gab manche, die haben gesagt: Wenn ein Mensch wirklich ganz zu Gott gehören will, dann muss er bestimmte Bräuche oder Gepflogenheiten der Juden tun. Dazu gehörte bspw. die Beschneidung oder das Einhalten von Speisevorschriften. Das brachte die jungen Christen in Galatien durcheinander. Auf der einen Seite Paulus, der davon sprach, dass allein der Glaube an Jesus reicht. Auf der anderen Seite Menschen, die sagten: Glaube an Jesus plus z.B. Beschneidung.

Als Paulus jetzt mitbekommt, wie sich Petrus (in manchen Übersetzungen heißt er Kephas) in Antiochia verhält, muss er klarstellen, warum das Verhalten von Petrus dem Ziel, Menschen für Jesus zu gewinnen, nicht dienlich ist.

Lies Galater 2,11-21

Fragen:

  • Was verstehst du und an welcher Stelle bleibst du hängen?
  • Was stört Paulus am Verhalten von Petrus? Inwieweit ist das nachvollziehbar?
  • Welche Bedeutung hat deiner Ansicht nach das „Gesetz“ bei Paulus?
  • Wie empfindest du das Bild, dass ein Christ mit Christus gekreuzigt ist (V19f.)?

Ein Video, das kompakt erklärt, was es mit dem Gesetz auf sich hat, findest du hier.

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Die Bergpredigt – ein große Herausforderung

Die Bergpredigt ist einer der großartigsten und zugleich herausfordernsten Texte der Bibel. Sie beschreibt, wie die Menschen nach Gottes Willen leben sollen und ist eine Art Weiter- oder Ausführung der Tora, der Gesetze der 5 Bücher Mose.

  • Lies Matthäus 5-7.
  • Welcher Abschnitt spricht Dich besonders an?
  • Gibt es Teile, die Du nicht so gut findest?

Die neue Botschaft, die Jesus bringt, wird am deutlichsten im Abschnitt über die Vergeltung und die Feindesliebe. Wir Menschen sollen uns nicht an dem orientieren, was die anderen tun, sondern besser sein. Die Feindesliebe ist dafür das beste Beispiel. Nur die gut zu behandeln, die uns auch gutes tun – das kann jeder, sagt Jesus. Aber sogar für die beten, die uns verfolgen und Böses wollen, das macht die Nachfolger Jesu zu etwas Besonderem.

Viele der Gebote der Bergpredigt sind sehr schwer zu halten, das sehen wir gerade an der Feindesliebe. Und das kann manchmal etwas entmutigen. Auf der anderen Seite beschreibt Jesus aber auch Gott als einen guten Vater, der uns gibt, worum wir ihn bitten und uns aufmacht, wenn wir anklopfen. Insgesamt ist es ein Bild, das Jesus in dieser Rede entwirft, das Bild vom Reich Gottes, an dem wir uns in unserem Leben orientieren sollen.

Eine der wichtigsten Stellen der Bergpredigt ist für mich die Goldene Regel in Matthäuse 7,12:

Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch!

Die Stelle wird manchmal (absichtlich) missverstanden. Nämlich im alten Sinn der Vergeltung, dass unser Umgang mit anderen mit davon abhängt, wie diese Menschen uns behandeln. Das passiert, wenn die Sichtweise umgestellt wird, im Sinne von: „Wenn du mich so behandelst, dann willst du offensichtlich, dass ich dich genauso behandle“.
Genau diese Sicht ist aber falsch. Die Goldene Regel ist sehr eindeutig: Als Nachfolger Jesu sind wir diejenigen, die mit anderen nach seinem Vorbild umgehen sollen. Und dafür ist es – hart gesagt – völlig egal, wie die anderen mit uns umgehen. Wir sollen dennoch das Richtige tun, das was im Sinne Gottes ist. Das ist wahre Nächstenliebe.

  • Versuchst Du in Deinem persönlichen Leben die Goldene Regel umzusetzen?
  • Wo ist Dir das gelungen und wo nicht?

Die Bergpredigt fordert uns heraus, täglich und in allem, was wir tun. Gleichzeitig enthält sie aber auch den größten Zuspruch für uns. Dass wir uns nicht sorgen müssen, weil Gott, der Vater,sich um uns kümmert. Das finden wir nicht zuletzt auch im Vater unser, dem bekanntesten Abschnitt der Bergpredigt.

Es lohnt sich deshalb, die Bergpredigt zu lesen und sich ihren Herausforderungen zu stellen. Und im Gebet Gott darum zu bitten, dass er uns bei einem Leben nach seinem Willen hilft.

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