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Gebote – Die Bibelchecker
Schlagwort: Gebote

Matthäus 18,21-35: Vergebung… wenn das doch nur so easy wäre…

Wir alle wissen: Die Sache mit der Vergebung ist nicht immer ganz einfach. Jesus setzt in einem Gespräch mit Petrus und einer Geschichte neue Maßstäbe. Lies das Gespräch und die Geschichte in Matthäus 18,21-35

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Die Sache mit 70 x 7 mal…

Was ist der Hintergrund der Frage, die Petrus stellt und warum antwortet Jesus so? Im Judentum steckt folgender Gedanke: Gott vergibt einem Menschen die gleiche Sünde zwei- bis dreimal. Dieses Denken wird auf das menschliche Handeln übertragen. Möglicherweise denkt Petrus mit der Aussage „siebenmal“, dass er das jüdische Denken bei weitem übertrifft. Evtl. denkt er bei „sieben“ auch an die Vollzahl – es genügt also, es ist komplett. Petrus hat bei Jesus gelernt: An Stelle des vergeltenden Rechts gehört die Bereitschaft zur Vergebung (Vaterunser) – sein Problem: Er fragt nach der Grenze von Vergebung.
Jesus antwortet mit einer Anspielung auf das Lamechlied von hemmungsloser Rache (1Mo 4,23f). Jesus tritt mit seiner Antwort (bedingungslose Vergebung) der Welt Lamechs (bedingungslose Rache) gegenüber.

Um das zu verdeutlichen, erzählt Jesus ein Gleichnis.

Es handelt sich bei dem Schuldner wohl um Statthalter – oberste Beamten, die die Provinzen verwalten. Der Betrag von 10.000 Talenten (größte Geldeinheit im vorderasiatischen Raum) ist eine übergroße Summe. König Herodes hatte wohl ein Jahreseinkommen von 900 Talenten. Ergo: Die Schuld kann nicht erstattet werden. Die Staatsbeamten hafteten damals wohl persönlich für die Erträgnisse ihrer Provinz. Das ist die Voraussetzung für die Anweisung, des Verkaufs von Schuldner, Frau, Familie und Habe. Das ist auch in Israel üblich (2Kön 4,1; Jes 50,1; Amos 2,6 + 8,6; Neh 5,1-13)
Die Bitte des Knechts ist utopisch: Er wird das Geld nicht zurückzahlen können… Dennoch erlässt ihm der Herr die Schuld, obwohl der Knecht das vom Herrn anvertraute Gut missbraucht hat.
Als Befreiter geht er hinaus und trifft auf einen anderen Knecht, der ihm einen Bruchteil dessen schuldet, was er eben erlassen bekommen hat. Er würgt ihn und fordert das Geld von ihm. Er hat nicht verstanden, was ihm eben geschenkt wurde Er muss die Konsequenzen tragen.

Fragen zum Weiterdenken:

  • Was löst dieser Gedanke der bedingungslosen Vergebung bei dir aus?
  • Wo gibt es Grenzen für dich?
  • Wo hast du schon einmal vergeben? Wo hat jemand anderes dir verziehen?
  • Was bedeutet es dir persönlich, dass Jesus für deine Schuld gestorben ist?
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Eine Hütte für Gott – Exodus 25-27

Die Stiftshütte war das erste Heiligtum der Juden, viele Jahrhunderte bevor der Tempel in Jerusalem gebaut wurde. Zentrales Element war dabei die Bundeslade mit den Tafeln, auf denen die 10 Gebote standen.

 

  • Lies die Bibelstellen zur Stiftshütte in Exodus 25-27. Was spricht Dich besonders an?

Die Stifthütte als Heiligtum war hierarchisch aufgebaut. Die direkte Gotteserfahrung war nur wenigen Menschen vorbehalten. Wenn Mose aus der Stiftshütte kam, dann konnte man manchmal sogar einen Abglanz der Heiligkeit Gottes sehen. Dann strahlte sein Gesicht so sehr, dass er es bedecken musste. Nachzulesen ist das in Exodus 34,29-35.

  • Wann fühlst Du Dich Gott ganz nahe?
  • Welche Rolle spielen dabei besondere Orte für Dich?
  • Was bedeutet für Dich „heilig“?
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Das Evangelium ist für alle da – Pfingsten bei Kornelius

In der Anfangszeit des Christentums wurde stark unterschieden zwischen den „Judenchristen“ und den „Heidenchristen“. Die ersten Nachfolger Jesu waren Juden gewesen, die sich auch an die jüdischen Gebote gehalten haben. Auf der anderen Seite kommen auch nichtjüdische Menschen (also „Heiden“) zum Glauben, was manchmal zu Konflikten führt.

Im 10. Kapitel der Apostelgeschichte wird berichtet, wie Petrus den römischen Hauptmann Kornelius trifft. Petrus geht zu ihm, obwohl ihm das nach den Reinheitsgeboten nicht erlaubt ist, er setzt sich also über diese für Juden sehr wichtigen Gebote hinweg um Kornelius etwas von Jesus erzählen zu können. Dort geschieht dann fast ein zweites Pfingsten, denn der Geist Gottes kommt in das Haus und erfüllt alle, die dort sind.

  • Lies Apostelgeschichte 10. Wie hat sich Petrus wohl nach seinem Traum gefühlt?
  • Hast du manchmal auch das Gefühl, dass du etwas machen solltest, obwohl andere das für falsch halten könnten?

Der Besuch bei Kornelius hat für Petrus unangenehme Folgen. In Apostelgeschichte 11,1-18 muss sich Petrus vor seiner judenchristlichen Gemeinde rechfertigen. Er erzählt die ganze Geschichte nochmals um klar zu machen, dass er dabei Gottes Auftrag gefolgt ist. Der Konflikt, wie bei den Christen mit den Geboten des Alten Testaments umgegangen werden soll, ist damit aber nicht erledigt. Es gibt immer wieder Streit deswegen, auch Paulus passiert das später noch (siehe dazu auch Apostelgeschichte 15, das Apostelkonzil).

  • Versuch Dich in die Christen zu versetzen, die damals die jüdischen Gebote streng eingehalten haben. Wie haben sie über den Besuch des Petrus bei Kornelius gedacht?
  • Kannst du Dir vorstellen, dass es heute noch ähnliche Situationen und ähnliche Konflikte geben kann?

Ich finde es sehr stark von Petrus, dass er damals den Weg zu Kornelius gewagt hat. Er hat damit das Pfingsterlebnis aus Apostelgeschichte 2 nochmal in einen viel größeren Kontext gesetzt. Alle sollen die gute Nachricht hören. Und Gottes Geist kann auch dort wehen, wo wir nicht damit rechnen.

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