Die Bergpredigt – ein große Herausforderung

Die Bergpredigt ist einer der großartigsten und zugleich herausfordernsten Texte der Bibel. Sie beschreibt, wie die Menschen nach Gottes Willen leben sollen und ist eine Art Weiter- oder Ausführung der Tora, der Gesetze der 5 Bücher Mose.

  • Lies Matthäus 5-7.
  • Welcher Abschnitt spricht Dich besonders an?
  • Gibt es Teile, die Du nicht so gut findest?

Die neue Botschaft, die Jesus bringt, wird am deutlichsten im Abschnitt über die Vergeltung und die Feindesliebe. Wir Menschen sollen uns nicht an dem orientieren, was die anderen tun, sondern besser sein. Die Feindesliebe ist dafür das beste Beispiel. Nur die gut zu behandeln, die uns auch gutes tun – das kann jeder, sagt Jesus. Aber sogar für die beten, die uns verfolgen und Böses wollen, das macht die Nachfolger Jesu zu etwas Besonderem.

Viele der Gebote der Bergpredigt sind sehr schwer zu halten, das sehen wir gerade an der Feindesliebe. Und das kann manchmal etwas entmutigen. Auf der anderen Seite beschreibt Jesus aber auch Gott als einen guten Vater, der uns gibt, worum wir ihn bitten und uns aufmacht, wenn wir anklopfen. Insgesamt ist es ein Bild, das Jesus in dieser Rede entwirft, das Bild vom Reich Gottes, an dem wir uns in unserem Leben orientieren sollen.

Eine der wichtigsten Stellen der Bergpredigt ist für mich die Goldene Regel in Matthäuse 7,12:

Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch!

Die Stelle wird manchmal (absichtlich) missverstanden. Nämlich im alten Sinn der Vergeltung, dass unser Umgang mit anderen mit davon abhängt, wie diese Menschen uns behandeln. Das passiert, wenn die Sichtweise umgestellt wird, im Sinne von: „Wenn du mich so behandelst, dann willst du offensichtlich, dass ich dich genauso behandle“.
Genau diese Sicht ist aber falsch. Die Goldene Regel ist sehr eindeutig: Als Nachfolger Jesu sind wir diejenigen, die mit anderen nach seinem Vorbild umgehen sollen. Und dafür ist es – hart gesagt – völlig egal, wie die anderen mit uns umgehen. Wir sollen dennoch das Richtige tun, das was im Sinne Gottes ist. Das ist wahre Nächstenliebe.

  • Versuchst Du in Deinem persönlichen Leben die Goldene Regel umzusetzen?
  • Wo ist Dir das gelungen und wo nicht?

Die Bergpredigt fordert uns heraus, täglich und in allem, was wir tun. Gleichzeitig enthält sie aber auch den größten Zuspruch für uns. Dass wir uns nicht sorgen müssen, weil Gott, der Vater,sich um uns kümmert. Das finden wir nicht zuletzt auch im Vater unser, dem bekanntesten Abschnitt der Bergpredigt.

Es lohnt sich deshalb, die Bergpredigt zu lesen und sich ihren Herausforderungen zu stellen. Und im Gebet Gott darum zu bitten, dass er uns bei einem Leben nach seinem Willen hilft.

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